RAM & SSD werden teurer: So sicherst du dir 2026 noch günstige PC-Komponenten
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Wer im Sommer 2026 einen PC aufrüsten oder neu bauen will, merkt es sofort an der Kasse. Arbeitsspeicher und SSDs sind massiv teurer geworden. Ein 32-GB-DDR5-Kit, das im Juli 2025 noch unter 100 Euro lag, kostet heute je nach Modell zwischen rund 350 Euro und 460 Euro. Was früher der billigste Posten im Warenkorb war, ist heute oft der teuerste. Marktbeobachter sprechen offen von einer Speicherkrise: Laut dem Preisindex von 3DCenter.org zahlst du in Deutschland für ein DDR5-Kit über 300 Prozent mehr als vor der Krise, PC Games Hardware dokumentiert für Juni 2026 einen Aufschlag von rund 320 Prozent seit Juli 2025. Selbst der ältere DDR4-Standard hat sich verdrei- bis vervierfacht.
Der Treiber ist strukturell. Die KI-Branche kauft NAND- und DRAM-Kapazitäten in einem Tempo weg, das den Consumer-Markt leerräumt. Gartner rechnet damit, dass der kombinierte DRAM- und SSD-Preisanstieg bis Ende 2026 bei 130 Prozent liegt und die durchschnittlichen PC-Preise um 17 Prozent nach oben zieht. Für dich als Käufer:in heißt das: Die Zeit der planbaren Schnäppchen ist vorbei. Ganz weg sind sie nicht, aber du musst wissen, wo und wann du zugreifst. Dieser Ratgeber sortiert die Faktenlage Juli 2026: warum die Preise steigen, welche Komponenten du jetzt kaufen solltest, wo Warten noch sinnvoll ist und wie du bei RAM, SSD und Bezugsquelle das Maximum aus deinem Budget holst.
Die Preisentwicklung auf einen Blick
| Komponente | Juli 2025 | Sommer 2026 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| 32 GB DDR5-6000 CL30 | rund 90–100 € | ab ~350 €, gängige Marken-Kits 440–460 € | rund +300 bis +320 % |
| 32 GB DDR4-3200 | rund 55–60 € | ab ~190–210 € | rund +200 % (etwa das 3,2-Fache) |
| Interne SSDs (Warenkorb-Schnitt) | Ausgangswert | — | rund +90 bis +96 % (Stand Frühjahr 2026) |
| Interne HDDs | Ausgangswert | — | rund +59 % |
| Externe Festplatten | Ausgangswert | — | rund +20 % (am glimpflichsten) |
Quellen: 3DCenter.org-Preisindex, PC Games Hardware, ComputerBase. Alle Werte sind Marktbeobachtungen und Momentaufnahmen – die Straßenpreise schwanken je nach Hersteller, Händler und Woche.
Warum RAM- und SSD-Preise 2026 steigen
KI-Rechenzentren saugen den Speichermarkt leer
Die Ursache ist bei beiden Speichertypen dieselbe. Für Trainings- und Inferenz-Cluster der KI-Anbieter braucht es enorme Mengen an HBM (High Bandwidth Memory) und schnellem DRAM. Hersteller wie Samsung, SK Hynix und Micron verlagern ihre Fertigungskapazitäten dorthin, wo die Marge am höchsten ist, und das ist derzeit das Rechenzentrum. Dieselben Fertigungslinien, auf denen sonst dein DDR5-Modul entsteht, laufen für KI-Hardware.
Wie groß der Hebel ist, zeigt ein Datum: Laut 3DCenter markieren die OpenAI-Verträge mit Samsung und SK Hynix vom November 2025 den Ausgangspunkt der Krise. Über sie sicherte sich allein ein einzelner KI-Anbieter Zugriff auf grob 40 Prozent der weltweiten DRAM-Produktion. Bei NAND sieht es ähnlich aus: Enterprise-SSDs binden inzwischen einen Großteil der Fertigung. Was für Gaming-PCs übrig bleibt, sind die Reste.
Gedrosselte Produktion trifft auf Nachfrage-Boom
Verschärfend kommt hinzu, dass die Hersteller in der schwachen Marktphase 2023/24 die Produktion aktiv gedrosselt hatten, um die Preise zu stabilisieren. Diese Zurückhaltung rächt sich jetzt. Kapazitäten lassen sich nicht über Nacht hochfahren, neue Fabriken brauchen Jahre. Der Effekt zieht sich durch die gesamte Kette: RAM, SSDs, klassische Festplatten, Fertig-Notebooks, Konsolen. Auch Steam Deck, Switch 2 und Xbox sind teurer geworden, Apple hat Preise für Mac und iPad angehoben. Hier wirkt kein Marketing-Manöver einzelner Händler, sondern ein Angebotsschock auf Bauteil-Ebene.
Prognose: Wie stark ziehen die Preise noch an?
Belastbar ist die Richtung, nicht die exakte Zahl. Für das dritte Quartal 2026 erwartet TrendForce bei DRAM einen Aufschlag von 13 bis 18 Prozent und bei NAND bis zu 15 Prozent. Die Analysten von Jefferies liegen deutlich pessimistischer und rechnen mit 40 bis 50 Prozent im dritten und weiteren 30 bis 40 Prozent im vierten Quartal. Den absoluten Höhepunkt sehen TrendForce und 3DCenter übereinstimmend gegen Jahresende 2026.
Wichtig für deine Erwartungshaltung: Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht. Nennenswerte Preissenkungen erwarten die Marktbeobachter frühestens ab Mitte 2027, mehrere Prognosen nennen 2028, und Lenovo-Vertreter gehen davon aus, dass das Vor-2025-Niveau bis 2030 nicht zurückkommt. Rechne für die zweite Jahreshälfte eher mit weiter steigenden als mit fallenden Preisen. Und behandle jede Prozentzahl als Momentaufnahme, die sich seit der Recherche verschoben haben kann.
Jetzt kaufen oder warten? Die richtige Timing-Strategie
Preisverlauf-Tools statt Bauchgefühl
Bei einem steigenden Markt ist das gefährlichste Werkzeug der eigene Eindruck. Ein Modul, das dir heute zu teuer vorkommt, kann in vier Wochen das Schnäppchen von gestern sein. Nutze deshalb konsequent Preisverlauf-Tools. Bei Geizhals siehst du den kompletten Preisverlauf jedes Artikels als Kurve, damit erkennst du, ob der aktuelle Preis ein echter Tiefpunkt ist oder nur ein Zwischenhoch. Der idealo-Preiswecker und die entsprechende Funktion bei Geizhals benachrichtigen dich, sobald ein konkretes Modell unter deine Wunschmarke fällt. In einem volatilen Markt ist das die Grundvoraussetzung, um nicht im Panik-Peak zu kaufen. Wie du Preisvergleich systematisch angehst, haben wir im Leitfaden zum intelligenten Einkaufen 2026 ausführlicher aufgeschlüsselt.
Welche Komponenten schnell zulegen – und wo Warten noch geht
Die Faustregel für diesen Markt: Was du in den nächsten sechs Monaten ohnehin brauchst, kaufst du jetzt. Speicher gehört dazu. RAM und SSD sind verschleiß-unkritisch, altern im Regal nicht, und der Preistrend zeigt klar nach oben. Warten lohnt hier aktuell nicht. Anders bei Komponenten, die an einen Technologiewechsel gekoppelt sind: Bei Mainboards oder CPUs kann sich Warten auf eine neue Plattform-Generation lohnen, weil dort neben dem Preis auch die Leistung springt.
Eine Einschränkung gehört dazu: Spekulatives Hamstern lohnt sich selten. Die Modulpreise sind volatil, kurzfristige Schwankungen lassen sich kaum vorhersagen, und auf Vorrat gekaufter Speicher bindet Geld in einem Markt, den niemand zuverlässig prognostiziert. Wenn du ein konkretes Aufrüst-Vorhaben hast, ist jetzt statistisch die bessere Wette als der Herbst. Wenn du keines hast, kauf nichts.
RAM günstig sichern: DDR4 vs. DDR5
Preis pro GB im Blick behalten
Der aussagekräftigste Vergleichswert bei RAM ist der Preis pro Gigabyte, nicht der Kit-Preis. Ein 16-GB-Kit für 240 Euro ist pro GB teurer als ein 32-GB-Kit für 360 Euro, und die 32 GB sind für aktuelle Spiele und Kreativ-Software ohnehin die sinnvollere Basis. Rechne den GB-Preis für jedes Angebot kurz durch, bevor du zugreifst. Achte außerdem auf die passende Geschwindigkeit für deine Plattform: Ein DDR5-6000-Kit mit CL30 ist für AMD-Systeme meist der Sweet Spot, alles darüber kostet überproportional mehr, ohne im Alltag spürbar schneller zu sein. Ein klassischer Fall, in dem Marketing-Zahlen und Praxis-Nutzen auseinanderlaufen.
DDR4: günstiger, aber kein Geheimtipp mehr
Hier hat sich die Lage gegenüber dem Jahresanfang deutlich verschoben. DDR4 galt lange als der Sparhebel der Krise. Inzwischen hat es der Standard fast genauso hart erwischt: Die Preise liegen rund 200 Prozent über dem Vorkrisenniveau, ein 32-GB-DDR4-3200-Kit kostet ab etwa 190 bis 210 Euro statt der rund 60 Euro von Mitte 2025. PC Games Hardware formuliert es deutlich: Ein Geheimtipp sind ältere Speichermodule nicht mehr, weil schlicht sämtliche Speicher-ICs knapp sind.
Absolut bleibt DDR4 trotzdem die günstigere Wahl. Der Aufpreis auf ein vergleichbares DDR5-Kit liegt bei 32 GB bei rund 160 Euro. Wenn du ein bestehendes AM4- oder älteres Intel-System aufrüstest, ist DDR4 also weiterhin richtig, und weil der Standard ausläuft, tauchen bei Händlern immer wieder Restposten auf. Halte die Abverkaufs-Aktionen von Mindfactory und Alternate im Auge und schlag zu, wenn der GB-Preis stimmt.
Für einen kompletten Neubau ist die Sache schwieriger geworden. Grundsätzlich legst du dich mit DDR4 auf eine auslaufende Plattform fest und zahlst beim nächsten Upgrade doppelt. Der Preisabstand ist aber inzwischen so groß, dass die Rechnung bei knappem Budget kippen kann. Intel hat darauf reagiert und die Produktion der 13. und 14. Core-Generation wieder angefahren; Mainboard-Hersteller planen DDR4-Boards bis mindestens 2027, ein „Raptor Lake Next" mit DDR4-Unterstützung ist für die erste Hälfte 2027 im Gespräch. Die Plattform ist damit weniger tot, als sie es vor einem Jahr schien. Wer langfristig plant, fährt mit DDR5 und AM5 trotzdem besser. Wer heute mit begrenztem Budget spielen will, sollte beide Varianten einmal komplett durchrechnen, statt die Antwort vorauszusetzen.
SSD-Schnäppchen finden ohne Qualitätsverlust
TLC vs. QLC: Wo du sparen kannst
Beim SSD-Kauf entscheidet die Speicherzellen-Technik über Preis und Haltbarkeit. TLC (Triple Level Cell) ist der bewährte Standard für Systemlaufwerke: schnell, ausdauernd, gut bei Dauerlast. QLC (Quad Level Cell) ist pro GB günstiger, hat aber eine geringere Schreib-Ausdauer und bricht bei großen, anhaltenden Schreibvorgängen deutlich in der Geschwindigkeit ein. Für dein Betriebssystem und häufig genutzte Spiele bleibst du bei TLC. Für ein reines Datengrab – Steam-Bibliothek, Foto- und Videoarchiv, das überwiegend gelesen wird – ist eine QLC-SSD ein legitimer Sparhebel. Das Problem ist nicht QLC an sich, sondern QLC am falschen Platz.
Für reine Archivzwecke lohnt 2026 außerdem ein Blick zurück zur Festplatte. HDDs sind zwar ebenfalls teurer geworden, mit rund 59 Prozent aber deutlich weniger stark als SSDs, und externe Modelle kamen mit etwa 20 Prozent am glimpflichsten durch die Krise. Wenn du vor allem Kapazität pro Euro brauchst und kein Tempo, ist die HDD plötzlich wieder ein Argument.
Preis-Leistung: Vorsicht bei ähnlichen Modellnamen
Als Referenzklasse bei den schnellen NVMe-Laufwerken gilt weiterhin die Samsung 990 Pro. Sie zeigt zugleich, wie wild der Markt schwankt: Das 2-TB-Modell kletterte bis April 2026 auf einen Höchststand von rund 640 US-Dollar und war im Juli in Aktionen wieder für etwa 360 bis 390 Dollar zu haben. Anders als bei DDR5 gibt es bei SSDs also durchaus Rücksetzer. Wer den Preiswecker scharf hat, erwischt sie.
Ein aktuelles Beispiel dafür, warum du bei Modellnamen genau hinschauen solltest: Samsung hat am 14. Juli 2026 die SSD 990 ohne „Pro" nachgeschoben, mit UVP von 262,99 Euro (1 TB) und 514,99 Euro (2 TB). Klingt nach dem Nachfolger, ist aber technisch schwächer als die vier Jahre alte 990 Pro: geringere sequenzielle Raten, deutlich niedrigere Zufalls-IOPS und kein eigener DRAM-Cache (stattdessen Host Memory Buffer). PC Games Hardware nennt den Preis dafür eine Zumutung. Die Lehre ist allgemeiner Natur: Ein ähnlicher Name garantiert weder mehr Leistung noch ein besseres Angebot.
Wer nicht die absolute Speerspitze braucht, fährt mit einer soliden TLC-SSD im mittleren Segment oft besser: gleiche Alltagsgeschwindigkeit beim Laden von Spielen, niedrigerer Preis. Kaufe nach GB-Preis und nach den Eckdaten, die zählen (PCIe 4.0, DRAM-Cache, TLC), nicht nach dem höchsten Sequenz-Benchmark auf der Verpackung. Für die meisten Nutzer:innen ist 1 TB die Untergrenze und 2 TB der sinnvolle Standard. Prüfe den TB-Preis beider Varianten: In Aktionen liegt das 2-TB-Modell pro Terabyte teils unter dem 1-TB-Modell, dann ist die größere Variante die klar bessere Wahl.
Bezugsquellen mit dem besten Preis
Mindfactory, Alternate und Amazon im Direktvergleich
Die drei großen Anlaufstellen unterscheiden sich weniger im Sortiment als in der Dynamik. Mindfactory ist bekannt für aggressive Tagespreise und die Mindstar-Deals, zeitlich begrenzte Aktionen mit begrenzter Stückzahl, bei denen einzelne RAM-Kits und SSDs teils deutlich unter Marktpreis liegen. Alternate punktet mit Schnäppchen des Tages und verlässlichem Service. Amazon schwankt am stärksten: mal Bestpreis, mal überteuert, mit häufig wechselnden Preisen über den Tag. Der sinnvollste Weg ist der Meta-Vergleich über Geizhals oder idealo, der dir alle drei plus kleinere Händler nebeneinander zeigt. Wer nur bei einem Shop schaut, zahlt in diesem Markt fast immer drauf.
Mindstar, Cashback und Mengenrabatte nutzen
Über den reinen Listenpreis hinaus gibt es mehrere Hebel. Mindstar-Deals erfordern Geduld und einen aktiven Preiswecker, belohnen aber mit den besten Einzelpreisen. Bei größeren Bestellungen lohnt der Blick auf Mengenrabatte und gelegentliche Cashback-Aktionen der Hersteller. Auch die großen Aktionstage bleiben relevant: Während des Prime Day Anfang Juli 2026 gab es auf hochkapazitive NVMe-Laufwerke Rabatte von bis zu 46 Prozent. Und rechne immer den Gesamtwarenkorb: Versandkosten, Zahlungsart-Gebühren und Verfügbarkeit gehören in die Kalkulation, nicht nur der beworbene Stückpreis. Eine breitere Sammlung an Spar-Strategien für teure Elektronik findest du in unserem Ratgeber zum günstigen Elektronik-Kauf 2026.
Alternativen: Gebraucht, Refurbished und Bundle-Deals
Gebraucht-RAM und -SSDs sicher prüfen
Wenn neue Ware zu teuer ist, wird der Gebrauchtmarkt zur echten Option. Gebrauchte Business-Hardware wird von Marktbeobachtern ausdrücklich als Ausweichmöglichkeit gehandelt. Bei RAM ist der Gebrauchtkauf relativ risikoarm: Module haben kaum Verschleiß, ein kurzer Stabilitätstest mit MemTest86 nach dem Einbau gibt Sicherheit. Bei SSDs ist mehr Vorsicht angebracht, weil Flash-Speicher eine begrenzte Schreib-Lebensdauer hat. Lass dir vor dem Kauf den SMART-Wert zeigen, konkret die bereits geschriebene Datenmenge (TBW) und die verbleibende Lebensdauer in Prozent. Kaufe auf Plattformen mit Käuferschutz oder per persönlicher Abholung und Test vor Ort. Kleinanzeigen-Portale und Hardware-Tauschbörsen sind übliche Anlaufstellen; achte auf plausible Preise und aussagekräftige Fotos statt Stockbilder.
Refurbished-Ware und Business-Restposten
Refurbished-Hardware ist der Mittelweg zwischen neu und privat gebraucht: geprüfte Rückläufer und ausgemusterte Business-Geräte, oft mit Restgarantie und Rechnung. Gerade bei Komplett-Systemen und Notebooks lohnt der Blick auf zertifizierte Refurbisher, weil dort RAM- und SSD-Bestückung aus Zeiten vor der Knappheit enthalten ist. Wichtig: Beim gewerblichen Refurbished-Kauf greift die reguläre Gewährleistung, beim reinen Privatverkauf in der Regel nicht. Prüfe vorab, ob der Anbieter als Unternehmen auftritt. Das entscheidet über deine Rechte bei einem späteren Defekt.
Bundle-Deals und Komplett-PCs gegenrechnen
In einer Phase, in der einzelne Bauteile überproportional anziehen, kann ein Bundle aus Mainboard, CPU und RAM oder ein fertig konfigurierter Komplett-PC unterm Strich günstiger sein als der Einzelkauf. Hersteller kaufen Speicher in großen Mengen und teils aus früheren Chargen ein, dieser Vorteil landet gelegentlich im Endpreis. Die Rechnung geht aber nicht automatisch auf. Vergleiche das Bundle immer mit der Summe der aktuellen Einzelpreise bei Geizhals und prüfe, ob verbaute SSD und RAM zu deinen Anforderungen passen (TLC statt QLC, ausreichende Kapazität, passende Taktung). Ein günstiges Bundle mit unpassendem Speicher spart nur auf dem Papier.
Häufige Fehler vermeiden
| Fehler | Warum er teuer wird |
|---|---|
| Nach Kit-Preis statt GB-Preis kaufen | Ein niedriger Gesamtpreis verdeckt oft eine zu kleine Kapazität. Erst der Preis pro Gigabyte macht Angebote vergleichbar – und zeigt, dass das größere Kit häufig das bessere Geschäft ist. |
| Im Panik-Peak zuschlagen | Ohne Blick auf den Preisverlauf kaufst du leicht auf einem Zwischenhoch. Ein kurzer Check der Geizhals-Kurve verhindert den Griff zum lokalen Höchstpreis. |
| QLC-SSD als Systemlaufwerk | Als Datengrab in Ordnung, als Boot- und Spiele-Laufwerk die falsche Wahl: Bei Dauerlast bricht die Schreibgeschwindigkeit ein, die Ausdauer ist geringer. |
| Modellnamen nicht prüfen | Ähnliche Namen bedeuten nicht mehr Leistung. Die neue Samsung SSD 990 ist teurer und schwächer als die ältere 990 Pro – ohne eigenen DRAM-Cache. Immer Datenblatt statt Namen lesen. |
| Nur bei einem Shop schauen | Die Preise streuen stark zwischen Händlern und über den Tag. Ohne Meta-Vergleich über Geizhals oder idealo zahlst du fast immer mehr als nötig. |
| Gebraucht-SSD ohne SMART-Check | Flash-Speicher altert mit jedem geschriebenen Gigabyte. Ohne Blick auf TBW und Restlebensdauer kaufst du unter Umständen ein Laufwerk kurz vor dem Ende seiner Ausdauer. |
Praktische Handlungsempfehlungen Juli 2026
- Bedarf jetzt decken: Was du in den nächsten sechs Monaten brauchst, kaufst du bei stabiler Preislage sofort – der Trend zeigt nach oben. Auf Vorrat hamstern lohnt trotzdem nicht.
- Preiswecker einrichten: Lege bei Geizhals und idealo für deine konkreten Wunsch-Module eine Zielmarke fest und lass dich benachrichtigen.
- GB-Preis ausrechnen: Teile jeden Angebotspreis durch die Kapazität und vergleiche erst dann – nicht den Kit-Preis.
- Auf TLC setzen: Für System und Spiele TLC mit DRAM-Cache wählen, QLC nur für reine Archiv-Laufwerke einplanen. Für pures Datengrab kann auch eine HDD reichen.
- Datenblatt statt Modellname: Prüfe bei jeder SSD Controller, Cache und Zelltyp – gerade wenn zwei Modelle fast gleich heißen.
- Mindstar und Restposten beobachten: Für DDR4-Abverkäufe und einzelne SSD-Deals lohnt der tägliche Blick oder ein aktiver Alarm.
- Bundle gegenrechnen: Vergleiche Komplett-PCs und Mainboard-CPU-RAM-Bundles immer mit der Summe der aktuellen Einzelpreise.
- Gesamtwarenkorb kalkulieren: Versand, Zahlungsgebühren und Verfügbarkeit gehören in den Vergleich, nicht nur der Stückpreis.
Quellen und weiterführende Informationen
- Speicherkrise: RAM-Preise Deutschland (pcgameshardware.de) – monatliche Auswertung der DDR5-/DDR4-Preise im Einzelhandel, Marktlage und Ausblick.
- Speicherkrise-Preisindex (3dcenter.org) – Preisentwicklung für DDR5, DDR4, SSDs und HDDs im deutschen Handel seit Juli 2025.
- RAM- und SSD-Preisindex (tomshardware.com) – tägliches Preis-Tracking für Speicherkits, internationale Einordnung.
- Marktprognosen DRAM und NAND (trendforce.com / Gartner) – Quartalsprognosen zu Vertragspreisen und Auswirkungen auf PC-Preise.
- Preisvergleich und Preisverlauf (geizhals.de / idealo.de) – Preishistorie, Preiswecker und Händlervergleich für konkrete Modelle.
Haftungsausschluss
Preise und Aktualität. Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und Orientierung rund um Preisentwicklungen bei RAM und SSDs. Alle Einschätzungen beziehen sich auf den Recherchestand zum Veröffentlichungszeitpunkt; Preise, Verfügbarkeiten und Konditionen ändern sich in diesem Markt teils im Wochentakt. Genannte Prognosen sind Markteinschätzungen Dritter, keine Garantie künftiger Entwicklungen. Prüfe vor dem Kauf immer den aktuellen Preisverlauf.
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Preisangaben und Werbung. Seit dem 28. Mai 2022 müssen Händler nach § 11 PAngV bei Rabattwerbung den niedrigsten Gesamtpreis der letzten 30 Tage ausweisen. Das macht echte Preissenkungen von Lockangeboten mit künstlich hochgesetztem Ausgangspreis unterscheidbar. Für Inhalte auf preisboss.de gelten die §§ 5, 5a und 5b UWG (Verbot irreführender Angaben, Kennzeichnung kommerzieller Inhalte, Verifizierung von Bewertungen).
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